Gefährliche Güter mit hohem Gefahrenpotenzial

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Für den Gefahrgutbeauftragten interessant für andere Stress

Der Umgang mit gefährlichen Gütern mit hohem Gefahrenpotenzial ist für mich als Gefahrgutbeauftragter eine der interessantesten Aufgaben. Für Viele Beteiligte in der Transportkette ist es eine große Herausforderung. Für manche ist sie sogar unlösbar. Dies liegt dann nicht selten daran, dass das Wissen über den die gefährliche Güter mit hohem Gefahrenpotenzial einfach nicht ausreicht. Dies versuche ich hiermit ein wenig zu ändern und die undurchsichtige Sachlage ein wenig zu gliedern und so Orientierung zu bieten.

Gefährliche Güter mit hohem Gefahrenpotenzial in der ADR

Gefährliche Güter mit hohem Gefahrenpotenzial werden in der ADR unter 1.10 behandelt. Diese Vorschriften sind am 01.07.2005 in Kraft getreten. Sie sind ein Resultat aus den Überlegungen, wie man im Bereich des Transports gefährliche Güter mit hohem Gefahrenpotenzial gegen Terroristische Gefahren sichern kann. Wie so viele Maßnahmen, die in Richtung höhere Sicherheit abzielen, ist auch diese auf die Ereignisse vom 11.9.2001 zurückzuführen

Warum der Artikel 1.10?

Kern dieser Regelung ist es die systematische Bewertung der Risiken durch die Unternehmen bei der Beförderung gefährlicher Güter und die Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherung gegen Missbrauch durch Kriminelle und Terroristen. Dazu zählen auch transportbedingte Aufenthalte der Güter.

Diese Vorschriften gelten im Zusammenhang gefährlichen Gütern mit hohem Gefahrenpotenzial

Neben allgemeinen Vorschriften zur Sicherung, spezifischen Schulungsmaßnahmen und Personenidentifizierung sind dort vor allem folgende Vorgaben umzusetzen:

  1. Alle mit Gefahrgutbeförderung befasste Unternehmen die besonders gefährliche Güter nach Abschnitt 1.10.3 des ADR befördern, müssen Sicherungspläne erstellen.

Diese müssen folgende Inhalte haben:

  • Eine Bewertung der üblichen Vorgänge und den sich daraus ergebenden Sicherungsrisiken also eine „Risikobewertung“
  • Einer Darstellung der Maßnahmen zur Verringerung dieser Risiken, also zur Risikominimierung.
  • Eine konkreten Zuweisung der Verantwortlichkeiten im Betrieb
  1. Fahrzeuge, die besonders gefährliche Güter befördern, sowie deren Ladung, haben durch geeignete Verfahren gegen Diebstahl geschützt zu werden. Zudem sind Maßnahmen zu treffen, um den Missbrauch vor Ort durch im Transportgang befindliche Gefahrgüter zu erschweren oder zu unterbinden.

Aus der Praxis für die Praxis

Um die Minimalanforderungen für die Umsetzung des Kapitels 1.10 zu erfüllen, müssen neben den grundsätzlichen Anforderungen für den Gefahrguttransport noch zusätzliche Anforderungen erfüllt sein. Diese versuche ich an der Praxisorientiert darzustellen